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Abreise, Ankunft, Ende, Anfang

Morgen, am 4.8. 2013 wäre mein offizieller Abflugtermin aus San Diego gewesen, nach einem Jahr Volontariat. Ich bin nun aber doch schon 3 Monate in Österreich und möchte nun so diesen Blog abschließen. Wie ich der Zeitung auch schon gesagt habe, ich würde es sofort wieder machen. Dass es am Ende nur 9 Monate statt 12 waren, hat meiner Erfahrung keinerlei Abbruch getan, ich hatte die härteste und gleichzeitig beste Zeit meines Lebens und bin dankbar, dass mir all die Menschen begegnet sind, die mein Leben unglaublich bereichert haben. Das Volontariat wollte ich immer machen, und ich bin glücklich, dass ich mich dafür entschieden habe. Eine Frage, die mir gestern gestellt wurde, hat mich zum Nachdenken gebracht: Ob ich gefunden hätte, was ich gesucht hatte. Mhm. Ich denke, ich kann sagen, dass ich nichts gesucht habe, aber unglaublich viel gefunden und entdeckt habe und dass ich „mi Mexico lindo y querido“ sehr vermisse, nicht so sehr das Land, als die Menschen, die mein Volontariat zu dem gemacht haben, was mich bestimmt wieder zurückkehren lassen wird. Hasta pronto!

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Chimalhuacán-„Place of those who have shields“

So… What’s new? Well, I have left Tijuana and I am settling in in Chimalhuacán. I arrived safely but extremely tired. Why? Well, because I was on a bus (and believe me, it was not the most comfortable one) for nearly fifty hours. I have never done anything like that before in my life, more than 2000 kilometres in 2 days but it was worth the experience because I was able to take the same trip that hundreds of deported make when returning back to their families.

 

I left Tijuana two weeks ago on Sunday and it was ever so hard to say goodbye, although I know I am gonna return in 3 months, but only to say goodbye again and return to Austria. Time flies and I cannot believe I have already been here for two weeks.

 

So what’s Chimalhuacán about? I am now working in a project with an Austrian collaborator of the Salesians. This is very different because here, there is no Salesian priest, there is an “ordinary” priest and three nuns (Hermanas de la Consolación). It takes time to get used to not having a Padre by your side. My schedule has changed as well; I start work now at 8 o´clock and teach English in the primary school next door. Then I have got different activities, in the mornings I either teach English in the “Prepa en Linea” or I have individual classes with students. In the afternoons I have a homework group and one individual student and also English for beginners with kids from the primary schools in the neighbourhood. Evenings consists of English classes for adults and conversation groups or but also individual conversation if the students are already advanced.

Weekends are a bit different, Saturday there is the football league and “grupo juvenil” (still in the process of being organized) and more individual students, for English and German. Generally speaking, my “timetable” here is full but it is not as strictly controlled as it was back in TJ. And, yes, if you were wondering, I have also got a day off, which is Wednesday and this allows me to visit D.F. and get to know one of the world’s largest cities step by step. Having lived at the „frontera“ for nearly eight months, this is now a completely different insight into Mexico.

But back to basics: Last week was more of an organizing process and I hope that this week things will begin to run smoothly but it is starting from zero again, getting to know people, learning names, finding out who is responsible for what and never losing your spirit! But I have already met really lovely people and I am looking forward to three more months here, going back to my roots: Teaching and educating kids!

I promised to write about my holidays and my parents’ visit and also about my last days in TJ but I feel like Chimalhuacán is my new project now and the past is the past. I want to slightly alter something a friend once told me: El pasado ya pasó; el futuro es un misterio; pero el hoy es un regalo, por eso se le llama PRESENTE. And that’s how we should live every single day.

Sending everyone out there a hug! See you soon xxx

243 days! Goodbye TJ, Hello D.F.

Well, it has been a long time since I have written something and I just want to update you very quickly on what’s new. I will go to Mexico City on Sunday, starting to work in another project until the end of July. The place I will be moving to is called Chimalhuacan. I am happy and sad at the same time. Sad because of what I am leaving behind and happy because I am given the opportunity of getting to know another project.

I have written about 700 words more but my computer did NOT like me today and lost everything I had already written. I will talk more about my holidays, the past few days and weeks in TJ and why I am going to D.F. by bus. More than 2000 km 🙂 Let’s just say, the story will be continued.

 

 

 

 

 

Just a glimpse…

Tijuana Jänner 2013 001

Breakfast table

Tijuana Jänner 2013 069

Loads of green tomatoes and broccoli…

Tijuana Jänner 2013 099

The team, having breakfast after the daily service.

Tijuana Jänner 2013 180

Sunday trip to Monte Tabor.

Tijuana Jänner 2013 194

Chuy, Chrisi, Gerardo, Guma

Tijuana Jänner 2013 200

Chrisi, Juan Carlos, Padre Ernesto, Bruno, Gerardo

Algo bien!

Mein Blogeintrag wird heute auf Deutsch sein. Ich bin nun seit mehr als 6 Wochen Teil zweier neuer Familien. Die Familie, mit der ich die meiste Zeit verbringe, sind die Burschen und Männer im Desayunador, die als Teil des Projekts im Desayunador ihr Dach über dem Kopf haben, aber auch die anderen fleißigen Helfer, die jeden Tag unentgeltlich ihren Dienst für die Gemeinschaft zur Verfügung stellen. Ich hab sie alle in den letzten Wochen so herzlich lieb gewonnen und  wenn ich zum Teil die Geschichten höre, die hinter jeder einzelnen Person stecken, so rühren sie mich teilweise zu Tränen, andere lassen mich mit offenem Mund staunend zurück und bei wieder anderen bin ich mir nicht sicher, ob ich das, was mir da erzählt wird, wirklich glauben soll.

 

Ich arbeite seit 4 Wochen an einem Projekt, dass sich „Histories of the Desayunador“ nennt. Im Zuge dessen interviewe ich die unterschiedlichsten Menschen und höre viele, viele Geschichten. Inwieweit ich diese Geschichten und Schicksale veröffentlichen werde, steht noch nicht fest, aber spannend ist es allemal. Bei einigen Geschichten habe ich mitgeweint, mitgefühlt, bei anderen mitgelacht, oder mitgelitten, bei anderen einfach nur zugehört und Anteil genommen, weil einer der wichtigsten Teile meiner Arbeit ist ganz einfach da zu sein und zuzuhören. Das hört sich für Außenstehende vielleicht uninteressant an, aber ist für Menschen, die auf Grund ähnlicher Schicksale eher kein Interesse an denen zeigen, die in einer ähnlichen Situation stecken, ein enorm wichtiger Faktor und es ist etwas, das ich gerne gebe.

Meine Tage scheinen für jemanden Außenstehenden vielleicht langweilig, wenn man sich den Tagesablauf ansieht. Ich stehe um 5.30 auf, und gehe dann um 6 Uhr zum Oratorium hinunter, wo ich mit Padre Ernesto und Abraham die notwendigen Dinge für diesen Tag ins Auto lade. Das kann von 20 kg Waschpulver über Medikamente über bis zu 5000 Wegwerfteller, Plastikbesteck  und Styroporbecher bis zur Kleidung alles sein. Dann geht’s zwischen 6.10 und 6.20 los, wir holen noch zwei colaboradores ab, und zwar Chulita und Tonio. Zwischen 6.20 und 6.30 kommen wir dann in der Avenida Ocampo 700 an, wo uns schon die „Beherbgten“ erwarten. Wie kann man das nun verstehen? Also der Desayunador beherbergt zwischen 20 und 30 Männer, die im Gegenzug für ihr ihr Bett und ihr Essen als Volontäre tätig sind. Es gibt sehr viele Aufgaben, die tagtäglich anfallen und eigentlich immer etwas zu tun.  Um ca. 6.45, wenn fast alles hergerichtet ist, beten wir alle gemeinsam den Rosenkranz und um 7.00 ist dann jeden Tag Messe. Anschließend gibt es Cafe und Brot für alle und danach bekommen wir alle unsere „comision“ für diesen Tag, also die Aufgabe, die uns zufällt. Das kann geht von Tisch abwischen, Servietten auf den Tisch geben, Teller mit Essen befüllen, Tischgebet verrichten, Becher wieder anfüllen, am Eingang die Menschen, die zur Ausspeisung kommen„schlichten“, ihnen einen Coupon für ein zweites Getränk geben,  Seife zum Händewaschen reichen, Boden aufwischen, Brot auf den Tischen legen, ein nettes Wort, einen Schulterklopfer, ein Lächeln hergeben, ein Telefonat in die USA oder innerhalb Mexikos ermöglichen, Kleidung ausgeben, Tortillas schlichten, abwaschen, etc. Der Service dauert von ca. 8.00 bis 10.30 oder 11.00. Danach werden die Tische und Sessel weggeräumt, aufgekehrt und dann wird das Essen für den nächsten Tag vorbereitet. Zwischen 12.00 und 13.00 essen wir ein großes Frühstück. Danach wird weiter gearbeitet, in der Küche aufgeräumt, dann der Boden gewaschen. Danach geht es meistens zum Fußball oder Basketballspielen in ein nahegelegenes Oratorium. Hier endet dann mein Tag, weil ich nur bis 15.00 Uhr bleiben soll, außer es gibt Events. Die Männer haben dann ein wenig Zeit für sich, wenn sie zurückkommen. Einige von ihnen arbeiten auch zusätzlich, um sich so einen Schlepper oder eine Reise zurück ins Landesinnere, wo sie ursprünglich herkommen finanzieren zu können. Ich gehe dann kurz nachhause zu meiner anderen Familie und dann geht’s ab ins Oratorium, wo ich nun Englisch und Deutsch unterrichte und auch dort meinen Beitrag leiste. Mein Tag endet zwischen 8 und 9, wenn ich mich vom Oratorium auf den Weg nachhause mache, wo ich dann meistens noch was für den nächsten Tag vorbereite oder die Interviews abtippe.

Für meine tagtägliche Arbeit gebe ich ein Beispiel des heutigen Tages. Wir haben gestern eine Spende von ca. 100 Boxen Broccoli bekommen. Morgen gibt es logischerweise als Frühstück Broccolicremesuppe. Und auch der Rest der Woche wird mit viel Broccoli verbunden sein. Um für mehr als 1000 Menschen Broccolicremesuppe herzustellen, muss der Broccoli geputzt, gewaschen und geschnitten werden und in die riesigen Töpfe gefüllt werden. Für eine Person alleine Arbeit für einen ganzen Tag. Für 30 Männer inklusive Volontärin? Eine Stunde Arbeit zwischen dem täglichen Service und unserem Frühstück/Mittagessen, mit ein bisschen Musik und vielen Scherzen arbeitet es sich recht leicht.

Wer sind nun diese Männer, die hier beherbergt sind? Ein großer Teil von ihnen sind Deportierte Mexikaner aus den U.S.A, die aus irgendeinem Grund straffällig geworden sind und daher aus den Staaten „entfernt“ wurden. Fast alle von ihnen haben einen oder mehrere Aufenthalte im Gefängnis in den U.S.A hinter sich, die Delikte sind unterschiedlicher Natur. Einige von ihnen haben zusätzlich ein Suchtproblem, Drogen, Alkohol oder in den schlimmeren Fällen beides. Manche von ihnen sind nur für kurze Zeit da und versuchen bald wieder, mit oder ohne Hilfe eines Schleppers, illegal über die Grenze zu kommen. Das kann gutgehen, geht aber oft schief. Der Großteil dieser Männer hat keine Papiere, keinerlei Identifikation und daher auch keine Möglichkeit, sich auszuweisen. In Tijuana hat die Polizei das Recht, jeden von der Straße aufzulesen und ins Gefängnis zu stecken, wenn er oder sie sich nicht ausweisen kann. Die andere Gruppe, die keine Deportierten sind, kommen aus dem Süden des Landes, oder aus einem anderen Land aus dem Süden, haben einen weiten Weg hinter sich und sind in Tijuana gelandet, weil sie entweder hier ihr Glück versuchen wollen, oder ihren Traum in den USA zu verwirklichen glauben können. Für die Männer ist der Aufenthalt im Desayunador also einerseits ein mögliches Sprungbrett, andererseits  auch ein Schutz vor dem Gefängnis, vor der Straße und vor der Polizei.

Ein Beispiel von meinem ganz normalen Sonntag: einer unserer Volontäre wurde von der Patrouille aufgegriffen, weil er (laut Polizeibericht) verdächtig in einem Geschäft Sachen angeschaut hat. Ich verbrachte dann gemeinsam mit Francis und José Luis mehr als zwei Stunden auf der Wache, um so zu verhindern, dass Juan Carlos „a la Veinte“ (das Stadtgefängnis) abtransportiert wird, um dort einen Arrest für 15 Stunden abzusitzen. Die zweite Option wäre gewesen, dass wir ihn mit umgerechnet 50 Euro herausholen. Da aber auch ein paar Telefonanrufe helfen können, ist es nach mehr als zwei Stunden Wartezeit gelungen, dass Juan Carlos mit uns zurückfährt, ohne die Strafe abzusitzen oder die Ablöse zu zahlen. Einzig, weil er verdächtig in einem Geschäft erschienen ist und sich nicht ausweisen konnte. Im Gespräch mit dem Chef der Polizei kommt heraus, dass dieser sehr negativ eingestellt ist gegenüber unserer Arbeit und findet, dass man Deportierten ganz einfach nicht helfen sollte. So prallen zwei Seiten aufeinander. Wenn man Menschen keine Chance gibt, wie soll die Welt dann besser werden? Juan Carlos hat mir dann am Abend erzählt, dass eben dieser Polizeichef andere, die ihn mit 150 Pesos (ca. 8 Euro) geschmiert haben, gehen hat lassen. So viel also zur Polizei hier. Und da gibt es noch viele, viele andere Geschichten. Aber die heb ich mir noch auf, denn es gibt auch nette Polizisten. Generell ist die Polizei in Tijuana jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Und mit diesem kurzen Einblick verabschiede ich mich heute und wünsch euch all the best für den bald beginnenden Februar! Meine Zukunft hier steht noch in den Sternen, aber ich halte euch auf dem Laufenden, wenn ich weiß, was sich für meine nächsten Monate ergibt. Von Projektwechsel über Heimkehr ist alles möglich! Ich sage nur: Blick nach vorn. Und zitiere einen weisen Spruch von Victor Hugo: Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance. Egal, was kommt, es wird eine einmalige Chance für mich sein! Un abrazo fuerte xxx

 

 

New life, new people, a few new pics…

Dezember und new life 2012 125

Meine neue Familie: Lupita, Joaquin und Reyes

Dezember und new life 2012 221

Mit Joaquin und Manuel im Desayunador

Mit Joaquin und Manuel im Desayunador

Mit Jose Luis

Fast wie ein kleiner Bruder, Jose Luis.

Try doing the impossible today!

I did it! So… it has been ages since you have read from me. And yes, I am still alive. Let me just say that I am now more alive than ever. The past four months have been really difficult for me because I was not completely honest with myself. I did not face the facts, but I will not go into detail. Let’s just say that a few things did not work out with my “Padre” and I decided that I did not want to continue my volunteer work under these circumstances. When I told him that I wanted to be changed to another project in TJ, I was told that no more changes would be made and that I could either stay where I was or leave the project. What followed was one of the hardest weeks of my life because I had to decide whether I wanted to continue working unhappily or return to Austria. I liked neither of the ideas but the community would not change the decision they had taken and neither would I. On the 12th of December, a miracle happened. (It was the day of the Virgen de Guadalupe, the most important Catholic Holiday in Mexico) I found, with the help of my friends and family here and back home, a solution. I want to thank everyone who listened to me during these days and

I have left the community of the Salesians and the house that was mine for the past 4,5 months and moved in with Lupita, Reyes and Joaquin. They are my new family. I will live with them for the following two months and continue my work with the Salesians, working in the “Desayunador” from 6 in the morning until 3 in the afternoon and then I will teach English and German in my first Oratory, San Francisco de Sales. I did not want to leave TJ and this is the best that could have happened to me. I speak Spanish all day long, or switch to English when talking to the deported. My new job is amazingly different and interesting and I am so happy, I love getting up every morning, even though my day has now changed from a 14 hour schedule to a 16 hour schedule. If you think that all this sounds a bit weird and chaotic, you are right. My life has been turned upside down but I have to say that I took the right decision and I am getting used to my new life now. Once I got used to it, I will publish some updates on how my life has changed… I think I like who I am becoming…I did not think that I can grow up more but I am learning so much now every single day because I have two new families who love me. One is at the desayunador, and the other one is my new house.

I wish you all (my third family) a very Merry Christmas and a Happy New Year, wherever you are and whoever you celebrate with. Take care and don’t forget: the more you love your decisions, the less you need others to love them.